Gemeinsam zurück ins Leben: Ihre Gruppe bei Panik und Agoraphobie

Agoraphobie  und Panikstörung haben eine Gemeinsamkeit: Sie machen das Leben eng und einsam. Vielleicht zögern Sie noch, Ihre Erfahrungen in einer Gruppe zu teilen – doch gerade bei Panikstörungen und Agoraphobie ist die Gruppe kein Hindernis, sondern Ihr stärkster Beschleuniger für echte Freiheit.

Meine Gruppentherapie verbindet wirksames Training mit einem starken Gemeinschaftsgefühl, um den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen.

Warum das Training in der Gruppe den Unterschied macht:

  • Das „Endlich-nicht-mehr-allein“-Gefühl: In der Gruppe erleben Sie zum ersten Mal, dass andere genau dieselben körperlichen Symptome und Katastrophengedanken kennen. Das nimmt der Angst die Macht und Ihnen die Scham.
  • Voneinander lernen: Sie profitieren von den Erfolgen der anderen. Wenn Sie sehen, wie ein Mitpatient sich zum ersten Mal wieder in den Supermarkt traut, gibt Ihnen das den nötigen Mut für Ihren eigenen nächsten Schritt.
  • Gemeinsame Expositionen: Wir bleiben nicht beim Reden stehen. Wir analysieren gemeinsam die Mechanismen der Angst und gehen dann in die Umsetzung. Gemeinsam werden wir im sicheren Raum Angstsymptome simulieren, bis Ihr Körper lernt: „Es ist unangenehm, aber nicht gefährlich“. Zudem werden Sie sich gemeinsam Situationen stellen, die Sie bisher vermieden haben – ob Busfahren, Kaufhäuser oder andere öffentliche Plätze.
  • Echte Unterstützung: Die gegenseitige Motivation in einer Gruppe Gleichgesinnter entwickelt eine Dynamik, die Sie mitreißt und trägt, wenn es mal schwierig wird.

Wir machen aus der „Angst vor der Angst“ wieder Vertrauen in die eigene Belastbarkeit. Werden Sie Teil der Gruppe und erobern Sie sich Ihren Radius zurück!

Die wichtigsten Eckdaten 

Teilnehmerkreis: Eine geschlossene Kleingruppe (ca. 3 bis 6 Personen), die über den gesamten Zeitraum zusammenbleibt. Das schafft Vertrauen und Sicherheit.

  • Frequenz: Wir treffen uns einmal wöchentlich für 100 Minuten (Doppelstunde).
  • Dauer: Die Gruppe ist auf ca. 12 bis 24 Termine ausgelegt (je nach individuellem Bedarf und Krankenkassen-Bewilligung).
  • Voraussetzung: Vor dem Start führen wir ein persönliches Einzelgespräch, um Ihre Ziele zu klären und sicherzustellen, dass die Gruppe für Sie der passende Rahmen ist.
  • Kosten: Die Kosten werden in der Regel vollständig von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
  • Schweigepflicht: Alle Teilnehmer verpflichten sich schriftlich zur absoluten Vertraulichkeit – was in der Gruppe besprochen wird, bleibt in der Gruppe.

Häufige Fragen zur Gruppentherapie (FAQ)

Muss ich in der Gruppe viel von mir erzählen?

Sie entscheiden selbst, wie viel Sie preisgeben. Niemand wird gezwungen, über traumatische Erlebnisse oder intimste Details zu sprechen. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Verständnis der Angstmechanismen und der Bewältigung im Hier und Jetzt.

Was ist, wenn ich während der Sitzung eine Panikattacke bekomme?

Das ist der beste Ort, an dem Ihnen das passieren kann! Hier sind Sie unter Experten (Ihren Mitpatienten und mir). Wir nutzen solche Momente – wenn Sie dazu bereit sind – als wertvolle Lernchance, um direkt vor Ort Beruhigungstechniken anzuwenden. Sie sind absolut sicher.

Ist Gruppentherapie nur eine „Notlösung“, weil Einzelplätze fehlen?

Ganz im Gegenteil. Für die Behandlung von Panikstörungen und Agoraphobie gilt die Gruppentherapie in der Wissenschaft oft sogar als effektiver, da soziale Unterstützung und das Lernen am Modell (Erfolge der anderen) Wirkfaktoren sind, die eine Einzeltherapie schlicht nicht bieten kann.

Was ist, wenn ich jemanden aus der Gruppe kenne?

Sollten sich zwei Teilnehmer im privaten oder beruflichen Leben kennen, wird dies vorab diskret geklärt. In der Regel wird dann nach einer Lösung gesucht, um die volle therapeutische Offenheit für beide sicherzustellen.

Steigern sich die Teilnehmer nicht gegenseitig in ihre Ängste hinein?

Das ist eine häufige Sorge, die sich in der Praxis fast nie bestätigt. Wir achten als Therapeuten streng darauf, dass wir nicht bei den Problemen stehen bleiben, sondern uns auf Lösungen und Fortschritte konzentrieren. Die Gruppe wirkt als Motivator, nicht als „Angst-Verstärker“.

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  • Marlis Ehnert zu EMDR

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